Archive vom ◊ 08.2009 ◊

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• Samstag, 29.08.2009

Wir hatten anfang der Woche geplant uns die Polzeihundevorfürung auf dem Tag der offenen Tür im Tierheim Rödgen anzuschauen und endlich war es so weit.

Anfangs waren Bowie und auch Diego sehr aufgeregt, da  so viele verschiedene Gerüche in der Luft hingen  und mussten sich erst einmal erleichtern, bevor wir das Gelände betreten konnten. Nach einigen Minuten hatten wir es dann geschafft und konnten uns die Vorführung anschauen :

Bowie bellte zwar am Anfang auch ein paar Hunde an, ließ sich aber gut händeln und wieder zur Ruhe bringen. Selbst Diego verhielt sich doch recht entspannt, so lange ich in der Nähe war, was uns natürlich sehr stolz machte.

Nach der Vorführung gingen wir etwas herum und kauften auf dem kleinen Tierheim Flohmarkt eine Lederleine. Dann musste auch etwas für den Magen her.Diego, der ja immer noch nicht normal gefüttert wird, wäre am liebsten auf den Kuchenstand gesprungen und hätte alles gegessen, auch als andere leute vorbei gingen, mussten wir schauen, dass er kurz war, da er wahrscheinlich überall gefressen hätte.

Als wir dann am Tisch saßen, war es gar kein Problem. Diego ließ sich gut mit ein paar Übungen ablenken und Bowie schaute die ganze Zeit einen kleinen Hund an, der wenige Meter von uns entfernt saß. Nur bei einem großen und recht kräftigen Mann bekam Diego richtig panik, er wollte abhauen, ließ sich dann aber wieder beruhigen.

Nach dem Essen machten wir uns dann auf den Weg nach Hause.

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• Freitag, 28.08.2009

Ich war heute wie immer mit Kiana und den Hunden spazieren und gerade an der Basaltgrube angekommen, als uns 2 Herren aus dem Auto warnten, dass nun gesprengt werden würde.
Aus diesem Grund gingen wir ein Stück zurück und warteten. Auf einmal gab es einen Schlag, Staub stieg aus und dann war auch schon alles vorbei…

Kiana bekam etwas Angst und traute sich dann zuerst auch gar nicht weiter zu laufen, aber die Hunde blieben komplett ruhig und man hätte meinen können, dass sie bisher nichts anderes kennengelernt hätten…

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• Donnerstag, 27.08.2009

Heute kam endlich nach langem Warten Diego’s neues K9 an. Dieses Mal hat er eines mit Sattel in der Farbe Earth…

Es dauerte ein Momentchen bis wir es endlich so weit eingestellt hatten, dass es passte, doch Diego ließ alles realtiv brav über sich ergehen.

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• Donnerstag, 27.08.2009

Endlich kam Bowie’s neues K9 an, dieses mal die light Version vom Talking Pro..Man merkt da schon, dass es etwas anderster verarbeitet ist, aber es ist in Ordnung…Wie immer Gr. 2 und wieder in Schwarz…

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• Samstag, 22.08.2009

Auch mit Bowie nutzen wir den Tag und ich ging zusammen mit ihm die Strecke, die ich mit Diego gelaufen war, mit dem Unterschied, das wir viel weiter liefen…

Bowie hatte sichtlich Spaß an der Strecke, schnüffelte, rannte und beobachtete…

Mit ihm ist es mittlerweile kein Problem mehr auch wenn es dunkel ist frei zu laufen, da ich ihm voll und ganz vertraue…Er bleibt im dunkeln auch so schon in meiner Nähe, so dss es da bisher keinerlei Probleme gab.

Auch hier habe ich wieder brav die Kamera dabei gehabt

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• Samstag, 22.08.2009

Nachdem Diego nun endlich wieder etwas mehr laufen durfte, nutzen wir natürlich die Gelegenheit und ich ging mit Diego den Weg an der Basaltgrube entlang.

Es ist eine kaum benutzte und sehr schöne Strecke, die sich perfekt für einsame Spaziergänge eignet.

Diego hatte sichtlich Spaß und hörte trotz des Leinenzwangs der letzten Tage so gut, dass ich ihn ohne weiteres frei laufen lassen konnte. Seit dem Klinikaufenthalt orientiert er sich noch stärker an mir und lässt mich kaum aus den Augen, er hat richtig Angst, dass wir ihn wieder alleine lassen könnten.

Natürlich war die Kamera auch wiedr dabei :

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• Dienstag, 18.08.2009

Seit Diego’s OP sind nun 8 Tage vergangen und nur noch 2 weitere Tage, dann werden hoffentlich die Fäden gezogen…

Bisher verhalten sich Bowie und Diego wirklich sehr lieb, gerade bei Diego bin ich erstaunt, dass er sich doch so leicht (manchmal mit ermahnen) ruhig halten lässt…Unsere Spaziergänge dauern aber immer noch nicht länger als 15-20 min, viel mehr sollen wir auch noch nicht machen und spielen ist auch noch nicht drinne…

So langsam fängt Diego aber an ständig auf Futtersuche zu gehen, wenn er mal aufsteht, was auch schon dazu geführt hatte, dass er versuchte unsere Möbel anzufressen -.- Armer kleiner Kerl, er hat natürlich hunger und wird von den mini Portionen die er bekommt eigentlich überhaupt nicht satt…

Um ihn wenigstens ein wenig kopflich auszulasten, bekommt er 2x am Tag sein Futter durch das Hunter Spielzeug, was ihm auch viel Spaß bereitet…Er muss das Futter raus arbeiten, hat etwas zum kauen und strengt etwas seinen Kopf an…Ich merke danach deutlich, dass es etwas gebracht hat, weil er dann einfach wieder ruhiger und ausgeglichener ist…

Die Erfahrung in der Tierklinik hat ihm zum Glück nicht geschadet, er ist fremden gegenüber immer noch freundlich, aber reserviert. Auch wenn wir das Gefühl haben, dass er doch nun schon schneller auch auf andere zu geht als vorher….

Wie ich es gesagt hatte, sein Verhalten in solch einer Situation war vollkommen normal und hätte bei jedem anderen Hund, egal welcher Rasse auch auftreten können…

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• Samstag, 15.08.2009

Diego klaute sich einen Fleischspieß und verputze diesen so schnell, dass man ihn nicht mehr bekam…

Als Diego bis Montag Abend kein Häufchen mehr gemacht hatte, machten wir uns doch arge Sorgen und fuhren mit ihm in die Tierklinik…
Alles verlief so weit ok, er ließ sich anschauen und war ganz brav, bis zu dem Punkt, wo die Ärztin seinen Bauch abtastete, auf einmal drehte er sich um und schnappte in die Luft, Richtung Ihrer Hand.

Er zeigte deutlich, dass er dort Schmerzen hatte…Aus diesem Grund bekam er für die weitere Behandlung einen Maulkorb an…Um mehr zu sehen wurde er geröngt und es wurde deutlich, dass der Spieß noch im Magen steckte…

Wir sollten am nächsten Tag wieder kommen…

Dienstag war es dann so weit, um 8 Uhr waren wir pünktlich bei der Tierklinik angekommen, bis hier war Diego auch noch recht gut drauf…Als wir ins Behandlungszimmer kamen, reichte man mir direkt einen Maulkorb, da die Ärztin vom Vortag doch noch Angst hatte, dass er beissen könnte….Dann wurde er in Narkose gelegt…

50 min warteten wir im Wartezimmer gespannt, ob sie den Spieß so heraus bekommen würden, doch leider war dem nicht so…Der Spieß war durch die Magenwand in die Leber gespießt und konnte nur durch eine OP entfernt werden…

Wir wurden nachhause geschickt, da sie ihn über Nacht dort behalten wollten und meinten, dass es besser wäre, wenn er uns nicht mehr sehen würde…2 Stunden warteten wir auf den erlösenden Anruf.

Als es hieß er hätte es geschafft, war ich erst mal erleichtert, doch der Gedanke das Diego dort bleiben musste, war schwer zu ertragen.

Gerade zuhause angekommen bekamen wir den Anruf, dass wir sofort kommen und ihn holen sollten,  man könnte nicht mehr an ihn ran.
Schnell packten wir alles wichtige ein und stiegen ins Auto, mir war richtig schlecht bei dem Gedanken, dass es Diego so schlecht geht.

Dort angekommen wurden wir schon recht blöd angenommen und auch die Ärztin nahm sich nicht viel Zeit für uns…Zusammen mit ihr ging ich dann nach hinten, wo Diego in der Box stand…Er war total fertig, reagierte erst einmal gar nicht…Die Ärztin öffnete schnell die Box und verschwand dann hinter mir…  Obwohl er noch mit der Narkose zu kämpfen hatte, freute er sich extrem über mich, ließ sich das Geschirr anziehen und wollte dann so schnell es ging aus der Klinik…

Sie müssen ihn sehr sehr arg bedrängt und verängstigt haben, er stank total nach seinen Fäkalien und beißen würde er auch nie einfach so, er wählt lieber die Flucht bzw Beschwichtigt, als dass er direkt nach vorne geht…

Sein Halsband lag in dem mit Pipi getränkten Boden, der Zugang mit Schlauch hing lose an seinem Bein herunter und auch sonst war ich einfach nur geschockt von dem Anblick…Das ein frisch operiertes Tier nicht schön anzuschauen ist, weiß ich, aber das war was anderes!

Die Leute in der Klinik zeigten uns mit ihrem Verhalten mehr als deutlich, dass sie froh waren uns los zu sein und hatten gar kein Interesse an Diego…Wichtig war ihnen dann nur, als wir Diego gerade ins Auto brachten, dass wir ja nicht vergessen zu zahlen (sehr toll, man bringt sein frisch operiertes Tier erst einmal ins Auto, damit es zur Ruhe kommt und die denken direkt, wir fahren einfach weg)….

Als ich mit Diego im Auto saß, legte er sich direkt hin, seinen Kopf auf meinem Schoss und schlief tief und fest ein…Wahrscheinlich konnte er das erste Mal nach dem aufwachen zur Ruhe kommen.

Er sollte viel Ruhe haben und erst einmal nichts Essen, erst am nächsten Tag sollte man mit dem Anfüttern beginnen.

Ich machte für Mittwoch Nachmittag einen Termin beim Tierarzt, doch meine Freundin bemerkte am Morgen noch, dass Diego’s Pfote total angeschwollen war…Er hatte noch den Zugang liegen, der mit einem Verband abgebunden wurde…Die Tierärztin in der Klinik hatte diesen aber so enorm fest gemacht, dass es zu einem Blutstau kam…

Ich rief direkt bei unserem Tierarzt an und fuhr los.Leider war nicht unser Doktor da, der auch Diego kennt, sondern nur eine andere Ärztin, die bisher noch keines unserer Tiere behandelt hatte…
Diego ließ sich keine 2 Meter vom Auto wegbewegen, er hatte richtig Angst und wir mussten die Behandlung draußen machen…

Die Ärztin (die übrigends von der Tierklinik informiert wurde und die 3. Geschichte aufkam) kam mit 4!!! Helferinnen um einen Verband zu lösen. Diego wollte direkt die Flucht antreten, blieb aber noch ganz ruhig, bis die Tierärzt an den Verband wollte..Er knurrte und wehrte sich, er wollte einfach nur fliehen…Aus diesem Grund hielt ihn dann die Tierärztin fest und ich kümmerte mich darum, dass der Mist von seinem Bein abkam..

Danach durfte ihn die Ärztin sogar noch mal streicheln und wir waren froh, dass das teil raus war…

Drinne bekamen wir 4 Dosen Diät Hundefutter, Schmerzmittel und Antibiotika für Diego…
3x am Tag bekommt er nun seine Medikamente, jeweils 2 – 3 ½ Tabletten…
Fressen gibt es nur in sehr kleinen Mengen, genauso wie Wasser ..Es ist sehr wichtig, dass er nun nicht zu viel frisst und auch nichts anderes, außer das was wir ihm geben, sonst könnte sich der Magen zu sehr dehnen und die frische Naht innen reißen…

Heute 15.08.2009

Eigentlich wollten wir Diego etwas Ruhe gönnen und ihn deshalb nicht mit anderen zusammen lassen…Da aber heute mein Schwager kam um mit meinem Mann Scheiben zu tönen, blieb ich mit Diego im Haus…

Als wir dann mal raus mussten, zeigte Diego aber direkt Interesse an der Kontaktaufnahme mit meinem Schwager und ich ließ ihn machen…Er entschied selbst, dass es für ihn ok war und somit war es auch für mich ok…Hätte er gezeigt, dass er keinen Kontakt haben möchte, dann wäre das auch ok gewesen…

Etwas zögerlich holte er sich dann ein paar Streicheleinheiten ab und wir gingen draußen zum lösen.

Ich hatte erst Angst, diese Erfahrung in der Tierklinik Spuren hinterlassen hätte, doch es sieht gut aus, dass er so ist, wie auch vorher…Nur Tierärzte findet er nicht mehr so toll…

Sein Verhalten spricht stark für Angstaggresssion und Aggression in Folge von Schmerzen, beides natürliche Verhaltensweisen eines jeden Lebewesens, die dem Selbstschutz dienen.
Ein Tierarzt muss in seinem Beruf immer damit rechnen, dass es Tiere gibt, die empfindlicher reagieren, ängstlicher sind oder ähnliches und darf dem Tier dann keine Schuld für sein Verhalten geben und es verurteilen. Genau das hatte diese Klinik aber gemacht, noch dazu hatte niemand auf uns gehört, als wir sagten, dass er sehr sensibel sei usw…

Für uns bedeutet das nun den Tierarzt komplett neu und positiv aufzubauen

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• Montag, 10.08.2009
Kategorie: Fotos  | Ein Kommentar
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• Sonntag, 09.08.2009


Heute hatten wir unser 1. Forumstreffen bei uns Zuhause und darüber möchte ich natürlich auch berichten.

Viele Leute sind schon erstaunt, wenn sie hören, dass wir 2 Rüden halten und es bisher so gut klappt und noch mehr staunen sie dann natürlich,wenn man ihnen erzählt, dass wir Samstag und Sonntag sogar 5 Rüden hier hatten und es keine Verletzte gab.

Wichtig für so ein Zusammentreffen ist natürlich, dass die Hunde zu aller erst gut sozialisiert sind und den Umgang mit anderen Hunden kennen…Gerade bei so vielen Hunden, die sich zum Großteil auch noch fremd sind, ist es wichtig, dass diese miteinander kommunizieren können, weil durch Körpersprache können viele größere Auseinandersetzungen verhindert werden.

Auch sollten die Halter nicht nervös, sondern gelassen an die Situation heran gehen, weil im Normalfall stürzen sich 2 Hunde nicht direkt auf einander und man kann sich durch getrennte Wege von einander entfernen und die Hunde dazu bewegen, die Situation aufzulösen…

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