Draußen
Draußen verhält er sich den meisten Hunden gegenüber freundlich.
Hündinnen waren bisher noch nie ein Problem, nur bei Rüden versucht er dann, wenn man längere Zeit zusammen gelaufen ist, diese zu dominieren. An sich lief so etwas bisher immer friedlich ab und die Hunde klärten das unter sich, zwar sehr laut, aber immer ohne Schrammen.
Klar gibt es auch mal Situationen, wo es eskalieren könnte, meistens von der Seite des anderen Rüden, da lässt sich Bowie aber aus der Situation heraus abrufen.
Wir liefen auch des öfteren in großen Gruppen zusammen mit mehreren Rüden und Hündinnen, wo immer alles friedlich verlief.
Im Haus
Nach vorhigen kennenlernen nimmt Bowie andere Hunde im Haus relativ gut auf.
Er zeigt zwar Anfangs wer der Chef im Haus ist und was der andere darf, danach ist aber auch von ihm aus alles in Ordnung und das Zusammenleben verläuft harmonisch.
Wir haben selbst noch 2 Katzen, 2 Chinchillas, 2 Ratten und 3 Kaninchen.
Mit den Katzen kommt Bowie sehr gut zurecht und wir hatten auch nie wirkliche Probleme mit der Zusammenführung. Er musste zwar lernen, dass er mit den Katzen nicht so spielen kann wie mit anderen Hunden, aber das hatte er sehr schnell gelernt und seitdem sind er und unsere Katze ein Herz und eine Seele.
Mit den Kleintieren hat er nicht viel zu tun, lässt diese aber in Ruhe.
Wie es aussieht, wenn diese draußen laufen kann ich nicht sagen, da wir unsere Hunde in der Zeit, wo die Kleintiere laufen aussperren, da solche Experimente besonders für die Kleintiere sehr viel Stress bedeuten würden.
Bowie ist ein sehr lernwilliger und leichtführiger Hund.
Da er sehr auf uns achtet, ist es auch kein Problem ihn nur mit Handzeichen und Körpersprache zu führen.
Unsere Tochter liebt er über alles, trotzdem müssen wir natürlich immer ein Auge auf die beiden haben. Den auch ein noch so lieber Hund kann irgendwann mal zu beißen, wenn man als Elternteil seine Aufsichtspflicht verletzt oder man der Meinung ist, der Hund müsse sich alles gefallen lassen. Klar kleinere Pannen verzeiht Bowie auch mal, aber er weiß, dass wir direkt zur Stelle sind, wenn die kleine dann doch mal etwas grob wird.
Für uns ist es wichtig, dass gerade auch unsere Tochter lernt, wie man mit den Hunden umzugehen hat.
Da er sehr anhänglich ist, ist er natürlich am liebsten überall dabei. Dies versuchen wir so gut es geht auch umzusetzen. Das Alleine bleiben fällt ihm sehr sehr schwer, auch wenn er es gelernt hat.
Unser dicker hat einen so lieben Charakter und ist noch dazu ein sehr lebhafter Hund.
Mit ihm kann man kaum schlechte Laune haben, den er ist ein solch fröhlicher Hund und noch dazu manchmal ein richtiger Clown 
Menschen gegenüber ist er einfach nur lieb, sehr anhänglich und möchte Stunden lang gestreichelt werden.
Viele mögen aber oft sein ungewöhnlich großes Kontaktbedürfnis nicht, weil wenn es nach ihm ginge würde er am liebsten in die Person hineinkriechen.
Im Haus ist er sehr ruhig, draußen hingegen aber ein richtiges Powerpaket, mit dem man Stundenlang laufen kann. Viele andere Hunde können kaum mithalten, wenn er mal richtig anfängt zu spielen.
Man sagt Vizslas seien sehr sensibel und das trifft auch bei Bowie zu.
Harte Worte oder Kommandos verträgt er überhaupt nicht.
In manchen Situationen steht er sehr schnell unter Hochspannung fängt an zu zittern, zu schuppen, frisst Gras oder buddelt.
Das sind so die Zeichen für uns an denen wir sehen, dass er gerade unter Stress steht und das kommt recht oft vor bei ihm.
In so einem Moment ist es wichtig, dass man selbst Ruhe ausstrahlt und nicht selbst ein sehr hektischer Mensch ist.
Bowie lässt sich gut von Wild abrufen, aber er hat einen großen Beschützerinstinkt unserer Tochter gegenüber. Er ist zwar nicht aggressiv, trotzdem zeigt er, dass nicht jeder an die kleine darf.
Gerade fremde Hunde dürfen die erste Zeit gar nicht an unsere kleine, da stellt Bowie sich dann dazwischen, erst wenn der andere als “freundlich” eingestuft wurde, darf dieser dann auch zu unserer kleinen.
Als einmal ein kleiner Hund knurrend und bellend auf unsere Tochter zu rannte, rannte Bowie sofort zu den beiden, stellte sich vor unsere Tochter, bellte 2x und vertrieb den kleinen von unserem Grundstück ohne dabei aggressiv auf den kleinen los zu gehen…Sobald der kleine die Grenze des Grundstückes überschritten hatte, ließ Bowie den kleinen in Ruhe und es war wieder alles in Ordnung..
Bowie lernt sehr schnell etwas neues und auch beim clickern bedarf es nur wenige Wiederholungen bis er verstanden hat um was es nun geht.
Mit Härte würde man bei ihm gar nicht weiter kommen, bei ihm sind Konsequenz, Geduld und Ruhe die Schlüssel zum Erfolg.
Als wir ihn bekamen waren die ersten Tage mit ihm eine Qual, das muss ich ehrlich zu geben. Er war total unausgelastet, hippelig, hatte nur Blödsinn im Kopf und an Arbeiten konnte man gar nicht denken. Mit viel Auslauf und Kopfarbeit schafften wir es aber schnell, seine aufgestaute Energie los zu werden.
Seit diesem Tag hieß es für uns darauf zu achten, dass er auf diesem Level bleibt, weil erst dann ist er wirklich ein toller Hund mit dem man richtig gut arbeiten kann.
In den 3 Jahren, wo er jetzt bei uns ist, haben wir festgestellt, das er ein sehr guter Erinnerungsvermögen hat und das er sich alle negativen als auch positiven Erfahrungen merkt. Was bei ihm leider nicht gerade ein positiver Punkt ist, ist dass er sich schnell etwas von anderen Hunden abschaut, egal ob es nun gewünscht oder unerwünscht ist. Z.b. waren wir einmal mit einem älten Paar unterwegs, die selbst eine Hündin hatten…Diese bellte jedes Mal wenn wir stehen blieben oder uns unterhielten. Kurz darauf fing Bowie auch mit dem Bellen an und es dauerte Wochen bis wir es wieder draußen hatten…
Durch seine enorme Motivation, seiner ganzen Art und dem manchmal etwas Clown mäßigen Verhalten macht das Arbeiten mit ihm einfach nur Spaß…